Am Abend des 24. Oktober (Pekinger Zeit) gab Nvidia bekannt, dass die neuen Exportbeschränkungen der USA für China ab sofort gelten. Die US-Regierung hatte die Kontrollen letzte Woche zunächst für 30 Tage angekündigt. Die Biden-Administration aktualisierte am 17. Oktober die Exportkontrollbestimmungen für Chips der künstlichen Intelligenz (KI) und plante, Unternehmen wie Nvidia den Export fortschrittlicher KI-Chips nach China zu untersagen. Betroffen wären auch Nvidias Chip-Exporte nach China, darunter die Modelle A800 und H800. Die neuen Regeln sollten nach einer 30-tägigen öffentlichen Kommentierungsphase in Kraft treten. Laut einer am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Meldung teilte die US-Regierung dem Unternehmen jedoch bereits am 23. Oktober mit, dass die letzte Woche angekündigten Exportbeschränkungen nun ab sofort gelten. Betroffen sind Produkte mit einer Gesamtverarbeitungsleistung von 4.800 oder höher, die für Rechenzentren entwickelt oder verkauft werden. Konkret handelt es sich um Lieferungen der Modelle A100, A800, H100, H800 und L40S. Nvidia äußerte sich in der Ankündigung nicht dazu, ob regulatorische Auflagen für standardkonforme Consumer-Grafikkarten wie die RTX 4090 vorliegen. Die RTX 4090 wird Ende 2022 erhältlich sein. Als Flaggschiff-GPU mit Ada-Lovelace-Architektur richtet sie sich vor allem an anspruchsvolle Gamer. Die Rechenleistung der RTX 4090 erfüllt die US-Exportkontrollbestimmungen. Die USA haben jedoch eine Ausnahmeregelung für den Consumer-Markt eingeführt, die den Export von Chips für Verbraucheranwendungen wie Laptops, Smartphones und Spiele erlaubt. Für einige wenige High-End-Gaming-Chips gelten weiterhin Lizenzierungs- und Meldepflichten. Ziel ist es, die Transparenz der Lieferungen zu erhöhen, anstatt den Verkauf gänzlich zu verbieten.
Veröffentlichungsdatum: 20. Oktober 2023
